World-Café zur Ethik der Softwareherstellung

Kurzzusammenfassung:

Die erste Übungsstunde im Fach Software Engineering (SE) leitet emotions- und motivationsaktivierende Lernprozesse ein. Die Methode World-Café dient dazu, dass Studierende des Kurses SE sich schnell gut kennenlernen und frühzeitig eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen. Das Thema lautet: „Ethik der Softwareherstellung“. Hier werden die nötigen Materialien (Einladung, Menükarten, Tischfragen, etc.) zur Verfügung gestellt, damit SE-Lehrkräfte schnell und ohne viel Aufwand eine anforderungsgerechte Durchführung organisieren können.


Übersicht

Ziele:

  • Die Studierenden lernen die ethischen Prinzipien kennen und inhaltlich verstehen.
  • Die Studierenden können die wichtigsten Handlungsmaximen für ihren späteren Einsatz im Berufsleben zugrunde legen und anwenden.
  • Die Studierenden können für sich persönlich wichtige Werte dokumentieren.

Didaktische Funktion(en):

  • Einstieg & Aktivierung
  • Informationsaneignung
  • Transfer & Anwendung
  • Beurteilungsfähigkeit
  • (Weiter-)Entwicklung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Das Prinzip des World-Cafés stammt aus der Managementtheorie, welches in Anlehnung der Community ein Konzept darstellt die Aktivierung der Studierenden zu mehr Hilfsbereitschaft und zukünftiges Kooperieren und lebenslanges Lernen zu motivieren. Alle Elemente des World-Cafés wurden dabei auf das Thema in Verbindung mit den Scrum-Werten gesetzt und bereiten auf die Wertebasierung der anschließenden Scrum-Sessions vor.

Sozialform(en):

Großgruppenarbeit, mit jeweils Gastgeber/-in pro Gruppe

Anzahl der Lernenden:

ab 6 Personen


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

Lehrperson(en) benötigen gute Kenntnisse der Methode Worl-Café, Moderationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen, selbstsicheres Auftreten als Gastgeber(in) für eine Tischrunde von 3 bis 8 Personen. Lernende benötigen keine Vorkenntnisse im Bereich SE.

Ausstattung & Medien:

Seminarraum je nach Anzahl der Lernenden, Tische mit Flipchart, Kaffee und Tassen, bunte Faser- Stifte und ggf. Moderationsaufkleber

Ablauf

Beispiele oder Materialien:

  • Tischkarten mit jeweiligen Aufgabenstellungen zum Download

Beispiele:

Hinweise zur Vorbereitung:

Konzeption von Einladung, Menükarte und Tischfragen mit geeignetem Kontext. Vorbereiten der Kaffeetische, in einem Raum mit passender Raumgröße, Tischfragen sollten ordentlich und präzise formuliert und ggf. in Folien eingeschoben sein für die spätere Wiederverwendung.

Hinweise zur Nachbereitung:

Die Ergebnisse werden fotografiert, auf der Lernplattform gespeichert und den Lernenden zur Verfügung gestellt.

Hinweise zur Dauer: Insgesamt ca. 90 Minuten


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Sehr gut geeignet für Anfänger(innen), es unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den Studierenden.

Grenzen und Schwächen:

Vergleichsweise aufwändig in der Vorbereitung. Es werden auf Mittel für Kaffee, Tee und Gebäck benötigt.

Sonstige Hinweise:

Es ergeben sich schöne Plakate, die in einem Seminarraum aufgehängt werden können und als Erinnerung zur Werteorientierung beitragen können.


Literatur und weiterführende Hinweise

Müller-Amthor, M; Hagel, G. (2014): „Perfekte Requirements Engineers“ – Ansatz einer Kompetenzanalyse zur Bestimmung des Lehrumfangs, In: Requirements Engineering Lehre Conference (LERE), Kiel, IEEE (S. 634- 639).