Task-based Programming Learning

Kurzzusammenfassung:

Beim Task-based Programming Learning (TBPL), welches in Anlehnung an das fremdsprachdidaktiktische Konzept des sogenannten „Task-based Language Learnings“ entwickelt wurde, geht es darum, dass zentrale Kompetenzen zum Beherrschen einer Programmiersprache ähnlich wie eine Fremdsprache erworben werden. In folgender Beschreibung wird ein Überblick über zentrale Konzepte gegeben.


Übersicht

Ziele:

  • Die Studierenden können Programmcode lesen und verstehen.
  • Die Studierenden können Programmcode schreiben.

Didaktische Funktion(en):

  • Einstieg & Aktivierung
  • Informationsaneignung
  • Wiederholung & Festigung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Task-based Programming Learning (TBPL) wurde in Anlehnung an das fremdsprachdidaktiktische Konzept des sogenannten „Task-based Language Learnings“ nach Willis (1996) entwickelt. In dem Ansatz von Willis werden für das Fremdsprachenlernen zwei relevante Aufgabenformen unterschieden: „Output-Prompting“ (Schreiben und Sprechen) sowie „Input-Providing“ (Lesen und Hören). Zudem wird unterschieden zwischen einer sogenannten „Meaningful Interaction“, bei welcher der Fokus auf dem allgemeinen Verständnis liegt, und einer „Formful Interaction“, bei welcher der Fokus bei syntaktischer Korrektheit liegt. Darüber hinaus wird der Aufgabenprozess in die Phasen Pre-Task, While-Task und Post-Task unterteilt (diese Phasen werden später im Ablauf näher beschrieben). Diese Kernelemente, welche sich im Fremdsprachenlernen als ausgesprochen effektiv erwiesen haben, wurden für den hier vorgestellten Ansatz auf das Programmiersprachenlernen übertragen (siehe Figas, Bartel & Hagel 2015; Figas et al. 2016).

Sozialform(en):

Kleingruppenarbeit und Plenum

Anzahl der Lernenden:

ab 2 Personen


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

Lehrperson(en) benötigen sehr gute Kenntnisse im Programmieren. Lernende benötigen je nach Aufgabentyp Vorkenntnisse im Bereich Programmieren.

Ausstattung & Medien:

Seminarraum je nach Anzahl der Lernenden, PC, 1 Beamer


Ablauf

Beispiele oder Materialien:

Beispiele für Output-Prompting Tasks und Input-Providing Tasks sind hier beschrieben:

Hinweise zur Vorbereitung:

Konzeption von Aufgaben, Vorbereiten von einem Lösungsvorschlag.

Hinweise zur Nachbereitung:

Die Ergebnisse werden ggf. gespeichert und den Lernenden zur Verfügung gestellt.

Hinweise zur Dauer: unterschiedlich je nach Ausführung


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Sehr gut geeignet für Anfänger(innen), es unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den Studierenden.

Grenzen und Schwächen:

Vergleichsweise zeitaufwängig


Literatur und weiterführende Hinweise
  • Figas, P; Bartel, A; Ebert, M; Müller-Amthor, M; Weilemann, E; Brune, P; Hagel, G. (2016): Learning Programming Languages through Input-Providing Tasks. IEEE: Global Engineering Education Conference EDUCON, Abu Dhabi, S. 419-424.
  • Figas, P.; Bartel, A.; Hagel, G. (2015): Task-based Programming Learning in Higher Education, In: Global Engineering Education Conference (EDUCON), Tallinn, IEEE (S. 634- 639).
  • Willis, J. (1996): A Framework for task-based learning. Longman: Harlow and Essex.