Writing in the Discipline: Cheatfolio

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass die Studierenden die Lerninhalte und Themen der Software-Engineering Vorlesung im Stil von Wiki-Einträgen über das Semester hinweg aufbereiten und diese dadurch selbständig wiederholen. Sie erhalten hierfür eine Wiki-Vorlage mit Aufgaben und Leitfragen zu den unterschiedlichen fachlichen Themengebieten sowie zusätzliche überfachliche Reflexionsfragen, und müssen diese bei der Erstellung ihrer Einträge beantworten. Die Wiki-Einträge werden in Fließtextform verfasst und fördern so zusätzlich die Schreibkompetenz der Studierenden sowohl auf fachlicher, als auch überfachlicher Ebene. Nach Fertigstellung können die Wikis anschließend zur Vorbereitung auf die Prüfung genutzt werden, um Wissen zu festigen und dürfen als Hilfsmittel in der Prüfung verwenden (Cheatsheets).


Übersicht

Ziele:

Didaktische Funktion(en):

  • Wiederholung & Festigung
  • Transfer & Anwendung
  • Beurteilung & Reflexion

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit

Anzahl der Lernenden:

Ab 1 Person (max. 30 Personen empfohlen)


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Mind. 1 Lehrperson
  • Empfohlen: Konstellation eines interdisziplinären Teams aus Pädagogen und Informatik/Software Engineering-Fachpersonal (mind. 1 Professor/in oder Dozent/in, 1 Pädagoge/in, ein/e Tutor/in (Studierender)). 
  • Die Dozierenden sollten eine offene Grundhaltung gegenüber einer aktivierenden Lehre mitbringen, sowie die Bereitschaft, die eigene Vorgehensweise im Beantwortungsprozess und im Umgang mit den Studierenden zu reflektieren, um eine Entwicklung der aktivierenden Lehre im SE umsetzen und weiterentwickeln zu können.
  • Die Lernenden sollten ebenso wie die Dozierenden eher aufgeschlossen dem Lernarrangement gegenüber sein.
  • Die Lernenden sollten bereits eine gewisse Disziplin und Verlässlichkeit mitbringen. Explizite fachliche Kenntnisse sind nicht vorauszusetzen.
  • Vorlesung zur Disziplin Software Engineering (über das gesamte Semester)

Ausstattung & Medien:

  • 1 PC pro Lehrendem für Korrekturen
  • 1 PC pro Lernendem für Bearbeitung der Aufgaben
  • Online- Lernplattform wie bspw. moodle, exhabis, e- portfolio oder mahara


Ablauf

Beispiele oder Materialien:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Rubrics zum Schreiben
Rubrics zur Reflexion

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Vor Beginn des Semesters müssen die Wiki-Vorlagen erstellt werden, sowie die Fragen und Aufgaben integriert werden, die zur Strukturierung der Wiki-Einträge / Cheatsheets dienen und die geforderten Inhalte beschreiben.
  • Die Wiki-Vorlagen, sowie zugehörige Abgabemöglichkeiten müssen auf der Online-Lernplattform zu Beginn des Semesters hinterlegt werden
  • Es sollte genügend Zeit für die ernsthafte Bearbeitung der Antworten der Studierenden eingeplant werden.

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Die Cheatsheets sollten je nach Prüfungsform mit den Klausuren oder anderen Abgaben abgelegt werden

Hinweise zur Dauer:

  • Gesamt: 1 Semester
  • Benötigte Zeit Vorbereitung: 1-2h pro Wiki-Template
  • Benötigte Zeit für Feedbackprozess pro Lehrendem: ca. 1-2h/Cheatsheet

Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

  • Die Studierenden arbeiten selbstständig und regelmäßig die Lehrinhalte auf
  • Die Studierenden erweitern und festigen selbstständig ihre fachlichen, überfachlichen und Schreibkompetenzen
  • Steigerung der Beteiligung durch Nutzung der Cheatsheets als Hilfsmittel in der Klausur

Grenzen und Schwächen:

  • Der Zeitaufwand des Feedbackprozesses steigt mit Anzahl der Studierenden stark an

Sonstige Hinweise:

Aufgaben und Feedback generieren sich aus der gegebenen Situation (z.B. Vorlesungsablauf, -inhalte, individuelle Antworten der Studierenden). Deshalb sind auch keine generalisierten Aufgaben und standardisierten Feedbacks möglich.


Literatur und weiterführende Hinweise

Bazerman, C. et al. (2005), Reference Guide to Writing Across the Curriculum (Reference Guides to Rhetoric And Composition): Parlor Press.

Kampmann, M., & Mottok, J. (2019). An Online Learning Diary as a means to develop writing and teaching competencies. In: Proc. 3th EUROSOTL Conference, Bilbao, Spain.

Winter, F. (2014): Leistungsbewertung. Eine neue Lernkultur braucht einen anderen Umgang mit den Schülerleistungen. Reihe: Grundlagen der Schulpädagogik: Band 49, 6. unveränderte Auflage, Baltmannsweiler: Schneider Verlag GmbH

Weber, G. (2015): Adaptive Learning. Präsentation im Rahmen eines Gastvortrages. Private Communication. Coburg

Writing in the Discipline: Online Lerntagebuch für die Software Engineering Lehre

Kurzzusammenfassung:

Die Studierenden legen in diesem Lehr-Lern-Arrangement ein Online Lerntagebuch (OLTB) an und beantworten darin wöchentlich inhaltliche und reflexive Fragen zum fortlaufenden Vorlesungsstoff. Das OLTB kann als Plattform gesehen werden, auf der Rückmeldungen zu den Inhalten der Lehrveranstaltung festgehalten werden, um die Lehrveranstaltung von Woche zu Woche an das Wissen und das Wissensinteresse der Studierenden anzupassen. Zudem lässt sich das OLTB als zu gestaltende Lernumgebung nutzen, um selbstreguliertes Lernverhalten und individuelles Lernen zu fördern. Innerhalb der Vorlesung werden mit Hilfe des vorlesungsbegleitenden Einsatzes des Online Lerntagebuchs sowohl das Lehrpersonal, als auch die Lernenden aktiv in einen rekursiven Lernprozess eingebunden. Wöchentlich werden die Vorlesungsinhalte durch Fragen der Dozierenden an die Studierenden nachbereitet.


Übersicht

Ziele:

Didaktische Funktion(en):

  • Wiederholung & Festigung
  • Transfer & Anwendung
  • Beurteilung & Reflexion

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit, Plenum

Anzahl der Lernenden:

1-45 Personen


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Konstellation eines interdisziplinären Teams aus Pädagogen und Informatik/Software Engineering-Fachpersonal (mind. 1 Professor/in oder Dozent/in, 1 Pädagoge/in, ein/e Tutor/in (Studierender)). 
  • Die Dozierenden sollten eine offene Grundhaltung gegenüber einer aktivierenden Lehre mitbringen, sowie die Bereitschaft, die eigene Vorgehensweise im Beantwortungsprozess und im Umgang mit den Studierenden zu reflektieren, um eine Entwicklung der aktivierenden Lehre im SE umsetzen und weiterentwickeln zu können.
  • Die Lernenden sollten ebenso wie die Dozierenden eher aufgeschlossen dem Lernarrangement gegenüber sein.
  • Die Lernenden sollten bereits eine gewisse Disziplin und Verlässlichkeit mitbringen. Explizite fachliche Kenntnisse sind nicht vorauszusetzen.
  • Vorlesung zur Disziplin Software Engineering (über das gesamte Semester)

Ausstattung & Medien:

  • 1 PC pro Lehrendem für Korrekturen
  • 1 PC pro Lernendem für Bearbeitung der Aufgaben
  • Geeignet sind Lernplattformen, wie moodle, exhabis, e- portfolio, mahara.
  • Optional: Klicker für Besprechung der Probleme in der Vorlesung

Ablauf

Hinweise zur Vorbereitung:

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Sammeln der wichtigsten Themen und Probleme aus den Antworten der Studierenden
  • Vor der Vorlesung: Kurzer Slot für die Lehrveranstaltung, in welchem die wichtigsten Themen noch einmal aufgegriffen werden. Dies geschieht auf Basis der vorangegangenen Antworten der Studierenden. Hier findet auch ein eventueller Klicker-Einsatz statt.
  • Benötigte Zeit zur Nachbereitung: ca. 1 h

Hinweise zur Dauer: Benötigte Zeit für Feedbackprozess pro Lehrendem: ca. 8h/ Woche (abhängig von Anzahl der Studierenden)


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

  • Die Studierenden arbeiten selbstständig und regelmäßig die Lehrinhalte auf
  • Die Studierenden erweitern und festigen selbstständig ihre fachlichen, überfachlichen und Schreibkompetenzen
  • Optimale Anpassung von Lehrveranstaltung an Wissensinteresse der Studierenden

Grenzen und Schwächen:

Der Zeitaufwand des Feedbackprozesses steigt mit Anzahl der Studierenden stark an

Sonstige Hinweise:

  • Aufgaben und Feedback generieren sich aus der gegebenen wöchentlichen Situation. Deshalb sind auch keine generalisierten Aufgaben und standardisierten Feedbacks möglich.
  • Das sich immer wieder neu formierende Konzept dieses LLAs entsteht und wächst pro Semester von und mit den OLTB-Teilnehmenden sowie den Dozierenden aufgrund einer reflexiven Grundlehrhaltung.

Literatur und weiterführende Hinweise
  • M. Beslmeisl, T. Krekeler, I. Schroll-Decker, J. Mottok. Der begleitende Einsatz des Online Lerntagebuchs (OLTB) im Software Engineering als Instrument zur individuellen Lernstandortbestimmung. In: Tagungsband zum 2. HD MINT Symposium 2015. Nürnberg, Germany, 2015
  • Kampmann, M., & Mottok, J. (2019). An Online Learning Diary as a means to develop writing and teaching competencies. In: Proc. 3th EUROSOTL Conference, Bilbao, Spain.
  • Stark, R. (2002): Conceptual Change: kognitivistisch oder kontextualistisch? Forschungsbericht Nr.  149. München: Ludwig – Maximilians – Universität, Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie
  • Weber, G. (2015): Adaptive Learning. Präsentation im Rahmen eines Gastvortrages. Private Communication. Coburg.
  • Winter, F. (2014): Leistungsbewertung. Eine neue Lernkultur braucht einen anderen Umgang mit den Schülerleistungen. Reihe: Grundlagen der Schulpädagogik: Band 49, 6. unveränderte Auflage, Baltmannsweiler: Schneider Verlag GmbH

Writing in the Discipline: Paper in der Software Engineering Lehre

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement erhalten Studierende zu Beginn des Semesters jeweils ein Thema, dass in Zusammenhang mit der Disziplin des Software Engineering (SE) und den Lerninhalten der zugehörigen Vorlesung zum Thema Software Engineering mit Fokus auf die Entwicklung sicherer Systeme steht. Die Studierenden erstellen zu diesem Thema über das Semester hinweg ein wissenschaftliches Paper im Stil der IEEE Vorgaben. Dabei werden ihre fachlichen sowie überfachlichen Schreibkompetenzen gefördert und entsprechende Inhalte aus der Vorlesung selbstständig und individuell aufbereitet, wiederholt und gefestigt. Das Paper stellt dabei einen Teil der Prüfungsleistung dar und fließt in die Notenbildung ein (Portfolioprüfung).


Übersicht

Ziele:

Die Studierenden…

  • vertiefen die in den Vorlesungen und Übungen vermittelten Themen.
  • verfestigen nachhaltig die in den Vorlesungen und Übungen vermittelten Themen.
  • können am Ende der Veranstaltung wesentliche Inhalte mit eigenen Worten zusammenfassen.
  • lernen, die eigene Meinung bzgl. fachlicher Themen mit Argumenten und Beispielen zu äußern.
  • stärken ihre schriftliche Ausdrucksweise.
  • erlernen den Prozess sowie Methoden der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten.
  • können selbständig eigene Wissenslücken identifizieren.
  • erkennen die Wichtigkeit der überfachlichen Kompetenzen im Ingenieurswesen. 

Didaktische Funktion(en):

  • Wiederholung & Festigung
  • Transfer & Anwendung
  • Beurteilung & Reflexion

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit

Anzahl der Lernenden:

1-30 (abhängig von der Anzahl der Reviewer)


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Mind. 3 Personen (Lehrpersonal, Mitarbeiter etc.)  aus dem Bereich Software Engineering zur Korrektur (bei ca. 20-30 Studierenden)
  • Empfohlen: Konstellation eines interdisziplinären Teams aus Pädagogen und Informatik/Software Engineering-Fachpersonal (mind. 1 Professor/in oder Dozent/in, 1 Pädagoge/in, ein/e Tutor/in). 
  • Die Dozierenden sollten eine offene Grundhaltung gegenüber einer aktivierenden Lehre mitbringen, sowie die Bereitschaft, die eigene Vorgehensweise im Beantwortungsprozess und im Umgang mit den Studierenden zu reflektieren, um eine Entwicklung der aktivierenden Lehre im SE umsetzen und weiterentwickeln zu können.
  • Die Lernenden sollten ebenso wie die Dozierenden eher aufgeschlossen dem Lernarrangement gegenüber sein.
  • Die Lernenden sollten bereits eine gewisse Disziplin und Verlässlichkeit mitbringen. Explizite fachliche Kenntnisse sind nicht vorauszusetzen.
  • Vorlesung zur Disziplin Software Engineering (über das gesamte Semester)

Ausstattung & Medien:

  • 1 PC pro Lehrendem für Korrekturen
  • 1 PC pro Lernendem für Bearbeitung der Aufgaben
  • Online – Lernplattform wie z.B. moodle, exhabis, e- portfolio, mahara.
  • Tool für Online-Abstimmungen, z.B. Doodle o.ä.


Ablauf

Beispiele oder Materialien:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Rubrics zur Bewertung

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Erstellen und Hochladen einer Themenliste für die Paper
  • Erstellen der Online-Abstimmung für die Paperthemen
  • Sammeln und Erstellen von Informationen zum Schreiben wissenschaftlicher Paper sowie zugehöriger Themen und weiterführender Literatur
  • Erstellen der Rubrics zur Bewertung der Paper sowie Bereitstellen dieser auf der Online-Lernplattform

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Organisation des Reviewprozesses
  • Review der final abgegebenen Paper und Vorbereitung des schriftlichen Feedbacks

Hinweise zur Dauer:

  • Gesamt: 1 Semester
  • Benötigte Zeit für Feedbackprozess pro Lehrendem: ca. 8h/ Woche (abhängig von Anzahl der Studierenden)

Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

  • Die Studierenden arbeiten selbstständig und regelmäßig die Lehrinhalte auf
  • Die Studierenden erweitern und festigen selbstständig ihre fachlichen, überfachlichen und Schreibkompetenzen
  • Die Studierenden haben die Möglichkeit, das erlernte Wissen und die Kompetenzen in andere Seminare zu transferieren.

Grenzen und Schwächen:

Der Zeitaufwand des Feedbackprozesses steigt mit Anzahl der Studierenden stark an


Literatur und weiterführende Hinweise
  • Ambrose, S. A., Bridges, M. W., DiPietro, M., Lovett, M. C., & Norman, M. K. (2010). How learning works: Seven research-based principles for smart teaching. John Wiley & Sons.
  • Bazerman, C. et al. (2005), Reference Guide to Writing Across the Curriculum (Reference Guides to Rhetoric And Composition): Parlor Press.
  • Kampmann, M., & Mottok, J. (2019). An Online Learning Diary as a means to develop writing and teaching competencies. In: Proc. 3th EUROSOTL Conference, Bilbao, Spain.
  • Weber, G. (2015): Adaptive Learning. Präsentation im Rahmen eines Gastvortrages. Private Communication. Coburg.