Softwaretest: Anweisungs-, Verzweigungs-, und Pfadüberdeckung

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass Studierende Formen des Whiteboxtests anhand von vollständig implementierten Methoden (Testfälle für Anweisungs-, Verzweigungs- und Pfadüberdeckung) selbstständig, praktisch durchführen. Im zweiten Teil des Übungsblattes sollen Studierende einen Kontrollflussgraphen für eine vorgegebene Methode entwerfen.


Übersicht

Ziele:

  • Verstehen und Erstellen von Tests mit vollständiger Anweisungsüberdeckung
  • Verstehen und Erstellen von Tests mit vollständiger Verzweigungsüberdeckung
  • Verstehen und Erstellen von Tests mit vollständiger Pfadüberdeckung
  • Erstellen eines Kontrollflussgraphen

Didaktische Funktion(en):

  • Transfer/Anwendung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit, Partnerarbeit

Anzahl der Lernenden:

Ab 1 Person


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Lehrperson: Erfahrungen zu Blackboxtestverfahren und Whiteboxtestverfahren; Kenntnisse über Anweisungs-, Verzweigungs- und Pfadüberdeckung (C0, C1, C2 Überdeckung)
  • Lernende: Software Engineering Studierende, die bereits eine theoretische Grundlagenvorlesung besucht haben; Theoretische Grundlagen im Bereich Whiteboxtestverfahren

Ausstattung & Medien:


Ablauf
  1. Die Studierenden erhalten ein Aufgabenset mit verschiedenen Vorgaben (Nassi-Shneiderman-Diagramm, Codebeispiele) und die Aufgabe ein Set an minimalen Testfällen zu generieren, um Anweisungsüberdeckung, Zweigüberdeckung und Pfadüberdeckung zu erzielen. Außerdem soll zu einer Aufgabe ein Kontrollflussgraph erstellt werden.
  2. Die Studierenden (alleine oder in Gruppen) bearbeiten selbstständig die Aufgaben des Übungsblattes.
  3. Während der Übung steht der Lehrende bereit, um aufkommende Fragen zu beantworten oder Hilfestellung bei Problemen zu geben.
  4. Die Studierenden dokumentieren ihre Ergebnisse direkt im Übungsblatt.

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Konzeption von Aufgaben und entsprechenden Codebeispielen für die Studierenden
  • Erstellung eines Bewertungsschemas für die Abgaben

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Korrektur der Abgaben anhand eines Bewertungsschemas
  • Analyse der Abgaben auf Probleme der Studierenden

Hinweise zur Dauer: 90-minütige Übung


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Die Studierenden bauen selbstständig ein vertieftes theoretisches und praktisches Wissen in dem Gebiet der Whiteboxtestverfahren auf.

Grenzen und Schwächen:

Keine


Literatur und weiterführende Hinweise
  • H.G. Schmidt (1983). Problem‐based learning: rationale and description. In: Medical Education, Vol. 17, pp. 11-16
  • M. J. Prince, R. M. Felder (2006). Inductive teaching and learning methods: Definitions, comparisons, and research bases. In: Journal of Engineering Education, vol. 95, no. 2, pp. 123-138

Softwaretest: Äquivalenzklassentest & Grenzwertanalyse

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass Studierende Formen des Blackboxtests – Äquivalenzklassentest und Grenzwertanalyse – anhand eines praktischen Beispiels durchführen. Sinn und Zweck der beiden Methoden bzw. der Durchführung von Blackboxtests sollen Studierenden durch den praktischen Einsatz verdeutlicht werden.


Übersicht

Ziele:

  • Ableiten von Äquivalenzklassen zur Äquivalenzklassenanalyse
  • Ableiten von Grenzwerten zur Grenzwertanalyse

Didaktische Funktion(en):

  • Informationsaneignung
  • Transfer/Anwendung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit, Partnerarbeit

Anzahl der Lernenden:

Ab 1 Person


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Lehrperson: Erfahrungen im Bereich Software Test; Kenntnisse zur Durchführung von Äquivalenzklassentests und Grenzwertanalyse
  • Lernende: Software Engineering Studierende, die bereits eine theoretische Grundlagenvorlesung besucht haben; Theoretische Grundlagen im Bereich Softwaretestverfahren

Ausstattung & Medien:


Ablauf
  1. Die Studierenden erhalten mehrere Szenarien und zum Teil Codeausschnitte mit der Anweisung Äquivalenzklassentests und Grenzwertanalysen durchzuführen. Die Codeausschnitte beschreiben vollständig implementierte Funktionen in C++ (Da ein Blackboxtest durchgeführt werden soll, sind diese eigentlich nicht notwendig. Dies ist allerdings intendiert, um Studierenden die Unterschiede zwischen Blackbox- und Whiteboxtestverfahren zu verdeutlichen)
  2. Die Studierenden (alleine oder in Gruppen) bearbeiten selbstständig die Aufgaben des Übungsblattes.
  3. Während der Übung steht der Lehrende bereit, um aufkommende Fragen zu beantworten oder Hilfestellung bei Problemen zu geben.
  4. Die Studierenden dokumentieren ihre Ergebnisse direkt im Übungsblatt in bereits vorgegeben Tabellenstrukturen.

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Konzeption von verschiedenen Szenarien, die Äquivalenzklassentests und Grenzwertanalyse erfordern
  • Erstellung eines Bewertungsschemas für die Abgaben

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Korrektur der Abgaben anhand eines Bewertungsschemas
  • Analyse der Abgaben auf Probleme der Studierenden

Hinweise zur Dauer: 90-minütige Übung


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Die Studierenden bauen selbstständig ein vertieftes theoretisches und praktisches Wissen in dem Gebiet der Blackboxtestverfahren auf.

Grenzen und Schwächen:

Keine


Literatur und weiterführende Hinweise
  • H.G. Schmidt (1983). Problem‐based learning: rationale and description. In: Medical Education, Vol. 17, pp. 11-16
  • M. J. Prince, R. M. Felder (2006). Inductive teaching and learning methods: Definitions, comparisons, and research bases. In: Journal of Engineering Education, vol. 95, no. 2, pp. 123-138

UML Diagramm Übung: Zustandsautomat & Sequenzdiagramm

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass Studierende mithilfe von bereit gestellten Informationen in Form eines Requirement-Dokuments ein Lückenbild eines Zustandsdiagramms vervollständigen. Die entsprechenden Textbausteine (Trigger, Guards und Actions) für die Fertigstellung des Diagramms werden den Studierenden in Form einer Liste mitgegeben. Zusätzlich ist ein Teil des Zustandsdiagramms eigenständig zu modellieren.
Der zweite der Teil des LLAs besteht aus der Fertigstellung eines Sequenzdiagramms. Auch hier werden den Studenten die Textbausteine zur Verfügung gestellt. Dieses LLA ist eines von zwei LLAs (zuvor kann das LLA zur Modellierung von Use-Case- und Klassendiagrammen eingesetzt werden), das Studierende in die Verwendung der Unified Modeling Language (UML) als eine Sprache zur Modellierung einer Softwarearchitektur und –design einführt.


Übersicht

Ziele:

  • Erstellung eines Zustandsdiagramms
    • Korrekter Einsatz der wesentlichen Elemente (Zustände, Transitionen mit Trigger, Guard und Actions)
    • Semantisches Verständnis von Zustandsfolgen
  • Erstellung eines Sequenzdiagramms
    • Semantisches Verständnis von zeitlichen Abfolgen in einem Anwendungsfall resp. Dem Aufbau eines Sequenzdiagramms
    • Korrekter Einsatz der wesentlichen Elemente, v.a. synchroner und asynchroner Nachrichten

Didaktische Funktion(en):

  • Transfer/Anwendung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit, Partnerarbeit

Anzahl der Lernenden:

Ab 1 Person


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Lehrperson: Erfahrungen in der Modellierung von Sequenzdiagrammen und Zustandsautomaten;
  • Lernende: Software Engineering Studierende, die bereits eine theoretische Grundlagenvorlesung besucht haben; Theoretische Grundlagen in Zustands- und Sequenzdiagrammen

Ausstattung & Medien:


Ablauf
  1. Zu Beginn wiederholt der Dozierende in Form eines Impulsvortrags noch einmal wesentliche Elemente der beiden Diagrammtypen und erläutert diese an einem Beispiel.
  2. Studierende erhalten das Übungsblatt zur Modellierung mit der UML über die Lernplattform. Zentrale Aufgabe ist es auf Basis einer vorhandenen Dokumentation die Lücken eines vorgegebenen Zustandsautomaten mit den korrekten Trigger, Guards und Actions zu vervollständigen.
  3. Die Studierenden bearbeiten (alleine oder in Gruppen) selbstständig die Aufgaben des Übungsblattes.
  4. Während der Übung steht der Lehrende bereit, um aufkommende Fragen zu beantworten oder Hilfestellung bei Problemen zu geben.
  5. Die Studierenden dokumentieren ihre Ergebnisse und geben diese über die Lernplattform in Form einer PDF oder eines Bildes des UML-Diagramms ab.

Beispiele oder Materialien:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Aufgabenstellung – Zustandsautomat:

Ergänzen Sie mit Hilfe der gegeben Requirements das Lückenbild des Zustandsdiagramms. Verwenden Sie dabei jeden Begriff auf den gegebenen Listen genau einmal!

Modellieren Sie den fehlenden Teil des Diagramms. Die Begriffe für den zu modellierenden Teil stehen nicht auf der Liste.

Aufgabenstellung – Zustandsautomat:

Ergänzen Sie das gegebene Lückensequenzdiagramm mit den Texten. Wieder gilt Jeder Text muss genau einmal verwendet werden.

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Erstellung eines Lücken-Zustandsdiagramms
  • Erstellung eines Lücken-Sequenzdiagramms
  • Erstellung eines Bewertungsschemas für die Abgaben
  • Erstellung eines Requirement-Dokuments

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Korrektur der Abgaben anhand eines Bewertungsschemas
  • Analyse der Abgaben auf Probleme der Studierenden

Hinweise zur Dauer: 90 min + Fertigstellung


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Die Studierenden wenden Faktenwissen praktisch an. Studierende erhalten eine Einführung in die Modellierung von Sequenz- und Zustandsdiagrammen.

Grenzen und Schwächen:

Es wird nicht eigenständig ein Sequenzdiagramm modelliert, sondern nur vervollständigt.


Literatur und weiterführende Hinweise
  • H.G. Schmidt (1983). Problem‐based learning: rationale and description. In: Medical Education, Vol. 17, pp. 11-16
  • M. J. Prince, R. M. Felder (2006). Inductive teaching and learning methods: Definitions, comparisons, and research bases. In: Journal of Engineering Education, vol. 95, no. 2, pp. 123-138

UML Diagramm Übung: Use Case- & Klassendiagramm

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass Studierende aus einer bestehenden Anforderungsbeschreibung ein Use-Case-Diagramm und ein Klassendiagramm mittels einer Modellierungssoftware ihrer Wahl (z.B. Astah, Enterprise Architect o.Ä.) modellieren. Studierende werden in diesem LLA mit der Aufgabe konfrontiert, aus einem mitgelieferten Requirement-Dokument die wichtigsten Informationen zu extrahieren und in ein erstes Software Grobdesign zu abstrahieren. Dazu wird ihnen die Methode der Substantiv-Verb-Analyse vorgestellt, mit der die Identifikation von Klassenkandidaten für das Klassendiagramm unterstützt werden soll. Dieses LLA ist eines von zwei LLAs, das Studierende in die Verwendung der Unified Modeling Language (UML) als eine Sprache zur Modellierung von Softwarearchitektur und –design einführt.


Übersicht

Ziele:

  • Erstellung eines Use-Case-Diagramm auf Basis einer Anforderungsbeschreibung
    • Identifkation und Formulierung von Use-Cases
    • Korrekter Einsatz der Elemente des Use-Case-Diagramms
  • Einstieg in eine Modellierungssoftware
  • Erstellung eines Klassendiagramms auf Basis einer Anforderungsbeschreibung
    • Identifkation und Modellierung von geeigneten Klassen (sowie Methoden und Attributen)
    • Korrekter Einsatz der Elemente des Klassendiagramms (v.a. Assoziationstypen)
  • Anwendung der Substantiv-Verb-Analyse

Didaktische Funktion(en):

  • Transfer / Anwendung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit, Partnerarbeit

Anzahl der Lernenden:

Ab 1 Person


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Lehrperson: Erfahrungen in der Modellierung von Klassen- & Use-Case-Diagrammen und dem Einsatz verschiedener Modellierungssoftware;
  • Lernende: Software Engineering Studierende, die bereits eine theoretische Grundlagenvorlesung besucht haben; Theoretische Grundlagen in Klassen- und Use-Case-Diagrammen

Ausstattung & Medien:


Ablauf
  1. Studierende erhalten das Übungsblatt zur Modellierung des Use-Case- und Klassendiagramms über die Lernplattform. Zentrale Aufgabe ist es auf Basis einer Anforderungsbeschreibung Anwendungsfälle für den Coff-E Kaffeeautomaten zu modellieren. Außerdem ist für die Modellierung des Klassendiagramms ein ausführlicheres Requirement-Dokument enthalten, anhand dessen das Diagramm modelliert werden soll.
  2. Es folgt eine kurze einführende Präsentation in die möglichen Modellierungssoftware
  3. Zudem werden in einem Impulsvortrag noch einmal wesentliche Elemente der beiden Diagrammtypen wiederholt und beispielhaft erläutert.
  4. Die Studierenden bearbeiten (alleine oder in Gruppen) selbstständig die Aufgaben des Übungsblattes.
  5. Während der Übung steht der Lehrende bereit, um aufkommende Fragen zu beantworten oder Hilfestellung bei Problemen zu geben.
  6. Die Studierenden dokumentieren ihre Ergebnisse mit Hilfe einer Modellierungssoftware und geben die Diagramme über die Lernplattform in Form einer PDF oder eines Bildes des UML-Diagramms ab.

Beispiele oder Materialien:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Aufgabenstellung Use Case-Diagramm:

Ihnen liegt nun folgende Anforderungsbeschreibung für „Coff-E“ vor. Erstellen Sie ein Use Case Diagramm, das auch die Abhängigkeiten der Elemente darstellt. Beachten Sie, dass für ein Use Case Diagramm möglicherweise Verallgemeinerungen nötig sind und/oder nicht alle beschriebenen Informationen relevant sind. Modellieren Sie das Diagramm in Modelio oder einer anderen Modellierungssoftware Ihrer Wahl.
Hinweis: Benutzen Sie bitte bei der Modellierung Generalisierungen, „include“ und „extend“ Beziehungen.

Ihre Firma hat sich entschieden den ersten Prototypen von „Coff-E“ im eigenen Haus zu betreiben. Im Büro ihrer Firma solle daher der neue Kaffeevollautomat „Coff-E“ installiert werden. Um ein fachliches Ziel zu erreichen werden die folgenden Anwendungsfälle definiert.

  • Der Benutzer kann sich auf der App mit Benutzername und Passwort in sein Profil einloggen
  • Der Benutzer kann verschiedene Getränke über die App auswählen:
    • Kaffee schwarz, Kaffee weiß, Cappuccino, Heißes Wasser, Heiße Milch
  • Der Benutzer kann verschiedene Getränke am Kaffeeautomaten auswählen:
    • Kaffee schwarz, Kaffee weiß, Cappuccino, Heißes Wasser, Heiße Milch
  • Nach der Getränkeauswahl kann der Benutzer die Zuckermenge bestimmen:
    • Kein Zucker, Standard Zucker, viel Zucker
    • Falls der Benutzer keine Option wählt, wird per Default Standard Zucker gewählt.
  • Der Benutzer muss nach der Auswahl mit Münzen bezahlen.
  • Bei der Auswahl von viel Zucker muss der Benutzer extra bezahlen.
  • Der Benutzer kann die Scheine im Erdgeschoß wechseln, falls er keine Münzen hat.
  • Der Benutzer kann seine Bankdaten in der App hinterlegen.
  • Der Benutzer kann nach der Auswahl per App bezahlen.
  • Der Benutzer kann die fehlenden Zutaten holen, falls die entsprechende Anzeige auf dem Bildschirm steht.
  • Der Benutzer kann den Techniker anrufen, falls der Kaffeeautomat kaputt ist.
  • Der Techniker repariert den Automaten.
  • Der Techniker kann auch Getränke bestellen.

Aufgabenstellung Klassendiagramm:

Modellieren Sie anhand des Requirements-Dokuments ein Klassendiagramm Kaffeeautomat.

Vorgehensweise um mögliche Klassen zu identifizieren:

  1. Vereinfachen Sie das Requirements- Dokument, extrahieren Sie die wichtigsten Informationen, um einen besseren Überblick über die Requirements zu bekommen.
  2. Führen Sie eine Substantivanalyse des RQ-Dokuments durch.
  3. Erstellen Sie mögliche Klassenkandidaten.
  4. Modellieren Sie das Diagramm in Modelio oder einer anderen Modellierungssoftware Ihrer Wahl.

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Erstellung einer Anforderungsbeschreibung für die Erstellung des Use-Case-Diagramms
  • Erstellung eines Requirement-Dokuments für die Erstellung des Klassendiagramms
  • Konzeption von Aufgaben für die Studierenden
  • Erstellung eines Bewertungsschemas für die Abgaben

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Korrektur der Abgaben anhand des Bewertungsschemas
  • Analyse der Abgaben auf Probleme der Studierenden

Hinweise zur Dauer: 90-minütige Übung


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Die Studierenden bauen selbstständig ein vertieftes theoretisches und praktisches Wissen in dem Gebiet der UML-Diagramme auf.
Sie lernen das Erstellen von Use-Case-Diagrammen und Klassendiagrammen. Außerdem verstehen sie nach dieser Übung die Generalisierungs-Beziehungen „include“ und „extend“.

Grenzen und Schwächen:

Keine


Literatur und weiterführende Hinweise
  • H.G. Schmidt (1983). Problem‐based learning: rationale and description. In: Medical Education, Vol. 17, pp. 11-16
  • M. J. Prince, R. M. Felder (2006). Inductive teaching and learning methods: Definitions, comparisons, and research bases. In: Journal of Engineering Education, vol. 95, no. 2, pp. 123-138

Übungseinheit Fehlerbaumanalyse

Kurzzusammenfassung:

In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass Studierende die Fehlerbaumanalyse (Fault Tree Analysis (FTA)) kennenlernen und anhand eines Beispiels anwenden. Ausgangspunkt einer FTA ist ein definierter Systemzustand („Top Event“, z.B. Systemausfall), der weiter „top down“ (von oben nach unten) über Zwischenzustände bis zu Basisereignissen (Komponentenausfälle) aufgeschlüsselt wird. Die Fragestellung bzw. Vorgehensweise ist dabei deduktiv. Im Rahmen einer Übungseinheit zur zugehörigen Software-Engineering Vorlesung sollen die Studierenden die Ansätze der FTA kennenlernen und anhand eines Arbeitsblattes erarbeiten und anwenden.


Übersicht

Ziele:

  • Die Studierenden kennen die Definition der FTA und wissen in welchen Situationen diese Analyse eingesetzt werden kann.
  • Die Studierenden kennen die Grundlagen und den Ablauf der FTA.
  • Die Studierenden kennen die Informationen, die eine FTA liefert.
  • Die Studierenden kennen die grundlegenden Elemente der Syntax eines Fehlerbaums.
  • Die Studierenden können eine Fehlerbaumanalyse basierend auf einer Beispielaufgabe erstellen.

Didaktische Funktion(en):

  • Einstieg & Aktivierung
  • Informationsaneignung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit

Anzahl der Lernenden:

ab 1 Person


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • 1 Lehrperson zur Verbesserung der Aufgaben
  • Lehrperson(en) benötigen gute Kenntnisse im Bereich FTA

Ausstattung & Medien:

  • Online-Lernplattform für Abgabe der Aufgabe und Bereitstellung der Aufgaben (bspw. Moodle)
  • Modellierungssoftware für die Erstellung des Fehlerbaumes (bspw. Microsoft Visio o.ä.)
  • Für Online-Veranstaltung: Videokonferenz-Plattform wie z.B. Zoom, Big Blue Button o.ä.

Ablauf

Beispiele oder Materialien:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Beispielaufgabe:

Erstellen sie eine Fehlerbaumanalyse auf Basis der oben genannten Beschreibung; zusätzliche Designentscheidungen können im Laufe der Analyse hinzugenommen werden, falls dies notwendig ist. Ebenfalls kann es hilfreich sein vorab einen Zustandsautomaten zum Szenario zu erstellen.

1. Fragen zur Fehlerbaumanalyse

  1. Unter welchen Voraussetzungen bzw. in welchen Situationen sollte eine Fehlerbaumanalyse angewendet werden? In welchen Fällen ist sie wenig sinnvoll?
  2. Welche Informationen liefert eine Fehlerbaumanalyse?
  3. Welches sind die vier grundlegenden Elemente (und deren Bedeutung) der Syntax eines Fehlerbaumes?

2. Eine Frage zum Selbststudium

Was bedeuten Minimal Cut Sets (MCS) und Single Point Failures bei der Fehlerbaumanalyse?

3. Fehlerbaumanalyse einer Ampelschaltung

[Beschreibung der Aufgabe]
Für die Steuerung einer Ampelanlage an einer Straßenkreuzung soll auf Basis des Architekturdesigns (geeignete UML Modelle) eine Sicherheitsanalyse mit der FTA durchgeführt werden. Dabei ist vor allem die Gefahrensituation zu untersuchen, dass zwei Autos zusammenstoßen könnten.

Hinweise zur Vorbereitung:

  • Erstellen der Aufgabenstellung zur Fehlerbaumanalyse
  • Erstellen eines Beispiels zur FTA, sowie eines Templates mit gegebenem „Top Event“ zur Modellierung des Fehlerbaumes
  • Modellierung einer Beispiellösung

Hinweise zur Nachbereitung:

  • Korrektur der Lösungen der Studierenden sowie Bereitstellung des jeweiligen Feedbacks über die Online-Lernplattform
  • Optional: Freischalten der Beispiellösung auf der Online-Lernplattform

Hinweise zur Dauer: Dieses LLA findet innerhalb einer Übungseinheit zur begleitenden Software-Engineering Vorlesung statt und ist als einmalige Übungseinheit von 90 Minuten geplant. Gesamte Bearbeitungszeit der Aufgabe: ca. 1 Woche


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Die Studierenden erlernen mit der Fehlerbaumanalyse die Grundaspekte einer Methodik aus dem Bereich Functional Safety (Funktionaler Sicherheit) und wenden diese praktisch an.

Grenzen und Schwächen:

Die Lösungen der Studierenden können sehr heterogen sein, da nur das „Top Event“ gegeben ist und die identifizierten Basisereignisse sowie Ereigniskombinationen sehr individuell sein können. Dadurch gibt es keine Musterlösung, sondern die Korrektur der Lösungen erfordert Flexibilität.


Literatur und weiterführende Hinweise

Figas, P.; Bartel, A.; Hagel, G. (2015): Task-based Programming Learning in Higher Education, In: Global Engineering Education Conference (EDUCON), Tallinn, IEEE (S. 634- 639).