Brainstorming mit Kartenabfrage

Kurzzusammenfassung:

Die Kartenabfrage gehört zu den bekanntesten Methoden in der Moderation und wird auch in der Hochschullehre in Kleingruppen häufig eingesetzt. Die Methode eignet sich gut dafür, systematisch Beiträge von Studierenden zu sammeln, zu ordnen und zu visualisieren. Da diese Methode in vielen Lehr-Lern-Arrangements zu finden ist, wird sie hier im Folgenden separat beschrieben.


Übersicht

Ziele:

  • Die Studierenden können eigene Gedanken und Meinungen einbringen.
  • Interaktion und Austausch zwischen den Studierenden wird unterstützt.

Didaktische Funktion(en):

  • Aktivierung
  • Strukturierung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Bei Brainstorming mit Kartenabfrage handelt es sich um eine Methode, um Ideen, Vorwissen und Assoziationen zu einem bestimmten Thema strukturiert einfangen zu können (vgl. Methodenpool Reich). Dabei „werden alle Gedanken, die den Teilnehmern zu einem genannten Thema bzw. Problembereich spontan einfallen, ohne bewertende Kommentare gesammelt“ (Macke et al. 2008) und mit Hilfe von Karten visualisiert und strukturiert. Die Methode eignet sich gut zum Einstieg in ein Thema und stellt einen relevanten Ansatz der konstruktivistischen Didaktik dar, „um insbesondere die Partizipation der Lerner bei unterschiedlichen Lerngegenständen zu sichern“ (vgl. Methodenpool Reich).

Sozialform(en):

Kleingruppenarbeit (3-5), Plenum

Anzahl der Lernenden:

ab 2 Personen


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

Durchdachte Fragestellung und Möglichkeit der Visualisierung muss gegeben sein. Voraussetzung ist zudem ein gewisses Maß an Moderationsfähigkeit seitens der Lehrperson sowie ein offenes und wertschätzendes Klima, bei welchen sich Studierende trauen ihre Meinung zu offenbaren (vgl. Siebert 2009).

Ausstattung & Medien:

Präsenzlehre: Tafel oder Pinnwand.

Online-Lehre: Moderationstool, z.B. MURAL, IdeaBoardz o.ä.


Ablauf

Beispiele oder Materialien:

Die Fragestellungen können sehr unterschiedlich sein. Beispielsweise:

  • „Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei dem vorgestellten Ansatz XY?“
  • „Welche Lernstrategien helfen Ihnen bei der Klausurvorbereitung?“
  • „Welche Lösungsansätze gibt es für das Problem XY?“

Hinweise zur Vorbereitung:

Erstellung von geeigneten Fragestellungen.

Hinweise zur Nachbereitung:

Die Ergebnisse werden ggf. gespeichert und den Lernenden zur Verfügung gestellt.

Hinweise zur Dauer: je nach Fragestellung sehr unterschiedlich.


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Unterstützt die Kommunikation und Interaktion zwischen den Studierenden. Geringer Vorbereitungsaufwand.

Grenzen und Schwächen:

Erfordert Moderationsfähigkeiten der Lehrperson.


Literatur und weiterführende Hinweise
  • Macke et. al (2009): Hochschuldidaktik. Die Methodensammlung. Beltz Verlag: Weinheim und Basel.
  • Reich, K. (Hg.): Methodenpool. In: url: http://methodenpool.uni-koeln.de
  • Siebert, H. (2009): Methoden für die Bildungsarbeit. Leitfaden für aktivierendes Lehren.Bertelsmann Verlag: Bielefeld.