Eye Movement Modeling Examples: Fokuslenkende Tutorials zur Unterstützung in der Modellierung

Kurzzusammenfassung:
In diesem Lehr-Lern-Arrangement geht es darum, dass Studierende das Modellieren von UML (Unified Modeling Language) – Sequenzdiagrammen erlernen. UML dient der grafischen Darstellung von Softwarebestandteilen. Das Ziel ist es, den Studierenden mithilfe von fokuslenkenden Tutorials (EMMEs (Eye Movement Modeling Examples)) eine Unterstützungsmöglichkeit bereitzustellen. So soll die Aufmerksamkeit der Studierenden auf die wichtigen Bestandteile von Problemstellung und Diagramm gelenkt werden. Dies soll zum einen die kognitive Belastung während des Lernens reduzieren und zum anderen auch positive Lerneffekte mit sich bringen.


Übersicht

Ziele:

  • Die Studierenden verstehen die kognitiven Prozesse, die für das Erstellen eines UML – Sequenzdiagramms benötigt werden.
  • Die Studierenden lernen, wie man für Sequenzdiagramme benötigte Informationen aus Anwendungsfallbeschreibungen und Klassendiagrammen extrahiert.

Didaktische Funktion(en):

  • Einstieg & Aktivierung
  • Informationsaneignung

Hintergrund / didaktisch-methodische Einordnung:

Sozialform(en):

Einzelarbeit

Anzahl der Lernenden:

ab 1 Personen


Voraussetzungen und Ressourcen

Voraussetzungen:

  • Mind. 2 Lehrperson (Experten), von 1 Person werden Blickbewegungen aufgezeichnet
  • Lehrperson benötigt gute Kenntnisse im Bereich UML (Sequenzdiagramme)

Ausstattung & Medien:

  • Raum zur Aufzeichnung des EMMEs
  • 1 Eye Tracker zur Aufzeichnung der Blickbewegungen
  • PC mit Modellierungssoftware

Ablauf
  • Flexibel
  • Nach der Erstellung des Videos können Studierende selbst entscheiden, wann, wo oder ob es angeschaut wird.

Beispiele oder Materialien:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Hinweise zur Vorbereitung:

Hinweise zur Nachbereitung:

Keine

Hinweise zur Dauer: EMMEs für die Modellierung von Sequenzdiagrammen können etwa eine Länge von 5 Minuten für einfache Szenarien und 10 Minuten für schwierige Szenarien haben.


Kritische Einordnung

Vorteile und Stärken:

Die Studierende erleben den Modellierungsprozess eines Experten und sehen, wie ein Experte Entscheidungen trifft und welche Elemente dafür berücksichtigt werden.

Grenzen und Schwächen:

Die Erstellung ist vergleichsweise zeitaufwändig

Sonstige Hinweise:

Das Modellieren allgemein und das Modellieren von Sequenzdiagrammen ist ein Prozess, in welchem erst relevante Objekte bzw. Klassen identifiziert werden und deren Beziehungen zueinander dargestellt werden. Während dieses Prozesses kommt es auch bei erfahrenen Modellierern vor, dass angelegte Objekte oder Klassen gelöscht werden bzw. das konstruierte Diagramm während der Erstellung teilweise revidiert wird. Dies ist Teil des Modellierungsprozesses, natürlich und authentisch.


Literatur und weiterführende Hinweise
  • Booch, G., Rumbaugh, J., & Jacobson, I. (1998). The Unified Modeling Language User Guide (A. Wesley (ed.)).
  • Jarodzka, H., Balslev, T., Holmqvist, K., Nyström, M., Scheiter, K., Gerjets, P., & Eika, B. (2012). Conveying clinical reasoning based on visual observation via eye-movement modelling examples. Instructional Science, 40(5), 813–827. https://doi.org/10.1007/s11251-012-9218-5
  • Reuter, R., Stark, T., Sedelmaier, Y., Landes, D., Mottok, J., & Wolff, C. (2020). Insights in Students’ Problems during UML Modeling. EDUCON Proceedings, 592–600.